BZF 1 Prüfung - Eschborn Erfahrungsbericht vom September 2026
Bericht: Nadine S. (Training 4Pilots Schüler)
Für mich stand die BZF-I-Prüfung in Eschborn an. Die Prüfung begann morgens um 9:00 Uhr. Für mich war es ein besonderer Prüfungstag, denn bereits um 12:00 Uhr sollte am selben Tag noch meine AZF-Prüfung folgen.
Vorweg kann ich sagen: Die Prüfung war insgesamt sehr fair und der Prüfer angenehm und kulant. Es wurden keine unnötigen Fallen gestellt und auch bei Unsicherheiten bekamen die Prüflinge mehrere Chancen.
Englischer Prüfungsteil
Die Prüfung begann mit dem englischen Teil.
Hier musste zunächst ein englischer Text mit einigen Sätzen vorgelesen und anschließend übersetzt werden. Der Prüfer war dabei sehr kulant.
Die Reihenfolge wurde vom Prüfer festgelegt. Beim englischen Text war ich als Erste an der Reihe, während ich beim späteren praktischen Funkteil als Letzte funkte.
Positiv war, dass man die Wartezeit bereits zur Vorbereitung nutzen konnte. Während ein Prüfling seinen Text vorlas, durfte sich der nächste bereits seinen eigenen Text ansehen und vorbereiten.
Vorbereitung auf die Funkprüfung
Anschließend folgte die praktische Funkprüfung in einer Gruppe von ungefähr sechs Prüflingen.
Für die Prüfung erhielt jeder ein Blatt mit vorgegebenen Daten sowie zwei Karten für den Abflug und eine Karte für den Anflug. Die Prüflinge hatten dabei unterschiedliche Karten und Routen.
Während der Prüfung blieb immer ausreichend Zeit, um sich auf den nächsten Abschnitt vorzubereiten und sich wichtige Informationen oder Funksprüche zu notieren.
In meiner Gruppe wurden sowohl BZF 1 als auch BZF 2 Prüflinge gemeinsam geprüft.
Ablauf der praktischen Prüfung
Der Abflug wurde auf Englisch, der Anflug auf Deutsch durchgeführt.
Der Prüfer gab während des Funkens relativ viel vor. Meistens zeigte er auf die Person, die als Nächstes funken sollte, sodass jederzeit relativ klar war, wer an der Reihe war.
Auch neue Anweisungen kamen häufig direkt vom Prüfer, sobald man wieder dran war. Situationen wie beispielsweise eine Pistenüberquerung wurden entsprechend vorgegeben.
Insgesamt entstand nicht der Eindruck, dass versucht wurde, die Prüflinge durch unerwartete Situationen oder unnötige Fallen aus dem Konzept zu bringen.
Special VFR
Ein Thema spielte bei allen Prüflingen eine Rolle: Special VFR.
Obwohl jeder unterschiedliche Karten und Routen hatte, enthielt die jeweilige ATIS eine Situation, die Special VFR erforderlich machte.
Darauf musste man selbstständig reagieren und Special VFR entsprechend anfordern. Wurde dies nicht direkt berücksichtigt, hakte der Prüfer noch einmal nach.
Während der Prüfung stellte der Prüfer außerdem vereinzelt zusätzliche Fragen, beispielsweise nach dem aktuellen Heading bzw. Steuerkurs oder der Altitude.
Zusätzliche Chancen bei Unsicherheiten
Besonders positiv empfand ich, dass der Prüfer bei Unsicherheiten nicht sofort aufgab, sondern den Teilnehmern weitere Chancen gab.
Ein Prüfling wusste beispielsweise zunächst nicht, was Special VFR bedeutet. Auch hier fragte der Prüfer noch einmal nach und gab ihm die Möglichkeit, die Frage doch noch zu beantworten.
Generell war die Atmosphäre dadurch angenehm und fair. Es entstand nicht der Eindruck, dass der Prüfer darauf aus war, jemanden durchfallen zu lassen.
Individuelle Sonderaufgabe
Eine Besonderheit der Prüfung war, dass jeder Prüfling eine individuelle Sonderaufgabe auf seinem Aufgabenblatt stehen hatte.
Der Prüfer erklärte vorab, dass er im Laufe der Prüfung möglicherweise darauf zurückkommen würde.
Bei mir lautete die Sonderaufgabe Blind Transmission. Das vorgegebene Szenario war, dass ich vor dem letzten Pflichtmeldepunkt beim Ausflug keinen Funkkontakt mehr mit dem Tower herstellen kann.
Als ich die Aufgabe auf meinem Blatt gesehen habe, war ich zunächst entsprechend nervös. Letztendlich kam der Prüfer während meiner Prüfung aber nicht darauf zurück und ich musste die Aufgabe nicht durchführen.
Mein Fazit
Insgesamt habe ich die BZF 1 Prüfung in Eschborn als sehr fair und angenehm empfunden.
Man hatte ausreichend Zeit, sich vorzubereiten und Notizen zu machen. Der Prüfer gab den Ablauf relativ klar vor, stellte keine unnötigen Fallen und gab den Teilnehmern auch bei Unsicherheiten mehrere Chancen.
Wer die Abläufe und Funksprüche vorher gut geübt hat, sollte sich von der Prüfung daher nicht unnötig nervös machen lassen.
Für mich hieß es am Ende:
BZF 1 bestanden.