BZF 1 Prüfung - Bremen Erfahrungsbericht vom Februar 2025

Bericht: Bastian W. (Training 4Pilots Schüler)

Ablauf

Die Prüfung begann mit einer kurzen Einweisung durch die Prüfer. Allen BZF I Prüflingen wurde mitgeteilt, dass der Abflug auf Englisch als SVFR-Flug durchgeführt wird und der Anflug auf Deutsch nach VFR erfolgt. Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass der Einleitungsanruf immer an die Rollkontrolle gerichtet werden soll, auch wenn am Flugplatz zusätzlich Delivery oder andere Bodenstationen vorhanden sind.

Eine ATIS gab es nicht. Darüber hinaus wurde bekannt gegeben, dass die praktische Prüfung mit der Erteilung der Landefreigabe endet.

Die Vorbereitungszeit betrug etwa 10 Minuten. Das war vollkommen ausreichend.

Alle Prüflinge hatten unterschiedliche Destinationen.

Mein Flug: Stuttgart - Braunschweig

Abflug Stuttgart (SVFR Englisch)

Der Flug führte von Stuttgart nach Braunschweig.

Das Rollen verlief ohne Besonderheiten. Die SVFR-Freigabe war insgesamt einfacher als viele Übungsaufgaben und entsprach dem Niveau, das auch in der Prüfung zu erwarten ist.

Nach dem Start lag der Schwerpunkt vor allem auf der Kursführung. Bei mehreren Prüflingen wurde in der SVFR- Freigabe angegeben, bestimmte Höhen zu melden. Diese Höhen waren so gewählt, dass anschließend jeweils der aktuell zu fliegende Steuerkurs abgefragt werden konnte.

In meinem Fall lautete die Anweisung, zunächst bis 2.000 Fuß in Pistenrichtung zu fliegen. Nach Passieren von 2.000 Fuß sollte auf Steuerkurs 030 nach links gedreht werden. Dieser Kurs war bis 2.700 Fuß zu halten. Nach Passieren von 2.700 Fuß sollte direkt in Richtung Echo weitergeflogen werden.

Zusätzlich mussten 1.800 Fuß und 2.500 Fuß gemeldet werden. Nach jeder Höhenmeldung fragte der Prüfer den aktuell zu fliegenden Steuerkurs ab.

Wer seine SVFR-Freigabe aufmerksam verfolgt und die vorgegebenen Kurse verinnerlicht, sollte diesen Teil der Prüfung problemlos bewältigen können.

Flugplatzkarte: Stuttgart (EDDS)

Sichtflugkarte: Stuttgart (EDDS)

Quelle: DFS AIP - Die Karten sind nicht zur Navigationszwecken vorgesehen

Anflug Braunschweig (VFR Deutsch)

Der Anflug in Braunschweig verlief ohne besondere Schwierigkeiten.

Geflogen wurde in die Platzrunde der Piste 26. Beim Einflug in den Gegenanflug wurde der Steuerkurs abgefragt. Im weiteren Verlauf des Queranfluges erfolgte eine weitere Nachfrage zum aktuellen Steuerkurs.

Anschließend wurden die Windinformationen übermittelt und die Landefreigabe erteilt. Mit der Landefreigabe war die praktische Prüfung beendet.

Auffälligkeiten der Prüfung

Soweit beobachtet werden konnte, verliefen alle Prüfungen sehr fair und ohne besondere Fallstricke.

Es gab:

  • keine konditionellen Freigaben,

  • keine komplizierten Pistenüberquerungen,

  • keine Warteschleifen,

  • keine Dringlichkeits- oder Notfallmeldungen,

  • keine theoretischen Zusatzfragen.

Der Schwerpunkt lag eindeutig auf sauberem Standardsprechfunk.

Englischprüfung

Nach Abschluss des praktischen Teils erhielten die alle BZF I Prüflinge ihre Englischtexte und hatten etwa fünf Minuten Zeit zur Vorbereitung.

Anschließend wurden die Texte nacheinander vorgelesen und ins Deutsche übersetzt. Die Reihenfolge konnten wir selbst festlegen.

Die Bewertung wirkte insgesamt sehr fair und prüflingsfreundlich.

Fazit

Die BZF I Prüfung bei der Bundesnetzagentur Bremen war insgesamt gut strukturiert und fair. Besonders wichtig war eine sichere Orientierung während des SVFR-Abfluges, da die Steuerkurse mehrfach abgefragt wurden.

Wer die Standardverfahren beherrscht und die Kursführung aufmerksam verfolgt, sollte die Prüfung gut bestehen können.

Eigene Fehler

Während der Prüfung ist mir nach eigener Einschätzung ein kleiner Fehler unterlaufen:

Einmal habe ich einen Steuerkurs bestätigt, ohne zuvor mein Rufzeichen zu nennen. Den Fehler habe ich jedoch sofort selbst bemerkt und unmittelbar korrigiert.