BZF 1 Prüfung - Leipzig Erfahrungsbericht vom August 2026

Bericht: Anonym (Training 4Pilots Schüler)

Vor Kurzem stand für mich die AZF-Prüfung in Leipzig an und vorweg kann ich sagen: Die Prüfungsatmosphäre war sehr angenehm.

Die Prüfung war durchaus anspruchsvoll, gleichzeitig aber freundlich und fair. Es wurden keine unnötigen Fallen gestellt und wenn bei der Vorbereitung Unterstützung notwendig war, half der Prüfer auch weiter.

Theorieprüfung

Zu Beginn wurden zunächst die 40 Theoriefragen bearbeitet.

Im Anschluss ging es an die Erstellung und Vorbereitung des Flugplans für den praktischen Teil der Prüfung.

Flugplanung für die praktische Prüfung

Für mich war die Strecke Hamburg (EDDH) nach Berlin Brandenburg (EDDB) vorgegeben.

Für Hamburg erhielten wir die entsprechenden ATIS-Informationen. In meinem Fall war dies Information X-ray mit Piste 23 und einem Abflug über AMLUH.

Der Anflug auf Berlin sollte über OGBER erfolgen. Soweit ich mich erinnere, war für die Landung die Piste 06L vorgesehen.

Für die Planung des Enroute-Teils wurde uns ein vergrößerter Ausschnitt der entsprechenden Enroute-Karte zur Verfügung gestellt. Anhand dieses Kartenausschnitts musste die Route zwischen Abflug- und Ankunftsflughafen selbstständig erarbeitet werden.

Meine Strecke von Hamburg nach Berlin war dabei vergleichsweise unkompliziert und ließ sich gut planen.

Andere Prüflinge erhielten allerdings andere Strecken. Dabei waren beispielsweise Hannover nach Heringsdorf und, soweit ich mich erinnere, Erfurt nach Dresden. Teilweise waren diese Routen etwas komplizierter.

Wenn jemand bei der Planung nicht weiterkam, unterstützte der Prüfer und gab entsprechende Hilfestellungen.

Vom Flugplan in die praktische Prüfung

Die zuvor geplante Route bildete anschließend auch die Grundlage für die praktische Funkprüfung.

Der erstellte Flugplan wurde dabei im Wesentlichen so „abgeflogen“, wie er zuvor anhand der Unterlagen und der Enroute-Karte vorbereitet worden war.

Dadurch war es wichtig, sich bereits bei der Flugplanung mit der eigenen Strecke auseinanderzusetzen und den geplanten Flug nachvollziehen zu können.

Abflug in Hamburg

Der praktische Flug begann in Hamburg (EDDH).

Die Abläufe entsprachen dabei im Wesentlichen genau den Situationen und Verfahren, die auch während der Vorbereitung geübt wurden.

Es wurden keine unnötigen Fallen eingebaut. Bei meiner Rollanweisung wurde beispielsweise ausdrücklich vorgegeben:

„Taxi holding point runway 23 … via …, hold short runway 15.“

Die Pistenkreuzung beziehungsweise das vorherige Halten wurde somit klar in der Anweisung berücksichtigt.

ATIS am Ankunftsflughafen

Die ATIS für den Ankunftsflughafen wurde während der Prüfung vom Prüfer vorgelesen.

Die Informationen mussten entsprechend mitgeschrieben und für den weiteren Flug berücksichtigt werden.

Die vollständige ATIS musste anschließend nicht wiederholt werden.

Anflug auf Berlin

Der weitere Prüfungsflug orientierte sich an der zuvor geplanten Strecke von Hamburg nach Berlin.

Der Anflug auf Berlin erfolgte über OGBER und (soweit ich mich erinnere) auf die Piste 06L.

Auch während dieses Teils entsprach der Ablauf im Wesentlichen den Verfahren, die ich aus der Prüfungsvorbereitung kannte.

Mein Fazit

Insgesamt habe ich die AZF-Prüfung in Leipzig als anspruchsvoll, aber sehr fair empfunden.

Die Prüfungsatmosphäre war angenehm und freundlich. Es wurden keine echten Fallen gestellt und bei Schwierigkeiten während der Flugplanung gab der Prüfer auch Hilfestellungen.

Besonders hilfreich war für mich, dass die Abläufe während der praktischen Prüfung sehr nah an dem lagen, was wir zuvor in der Vorbereitung trainiert hatten.

Wer die Verfahren verstanden und die unterschiedlichen Situationen ausreichend geübt hat, sollte sich daher auch von der praktischen Prüfung nicht unnötig verunsichern lassen.

Für mich hat alles problemlos geklappt und am Ende hieß es:

AZF bestanden.